Moin, ich bin Marc.
Ich bewerbe mich erneut als stellvertretender Kreisvorsitzender der SPD Kiel.
Um die Kieler Sozialdemokratie wieder zu einer starken politischen Bewegung zu machen. Dafür findest du meine Bewerbung unten oder gleich hier als PDF zum Download.
Du willst mitmachen oder hast eigene Ideen, was wir als SPD Kiel besser machen können? Klick auf den Button und lass hören was du denkst. Ich freue mich über deine Vorschläge!

Warum ich erneut antrete.
Vor uns liegen riesige Aufgaben. Die soziale Ungleichheit wächst immer weiter, faschistische Kräfte sowie Ideen gewinnen an Einfluss und das Vertrauen in unsere sozialdemokratischen Lösungen oder unsere Vertreter*innen schwindet.
Als Kieler SPD haben wir diese Entwicklungen durch den Verlust des Direktmandates für den Deutschen Bundestag mit voller Härte zu spüren bekommen. Die rote Stadt Kiel gibt es nicht mehr. Das ist nicht über Nacht passiert. Es ist das Ergebnis von einer Entwicklung, die seit 27 Jahren vor allem eine Richtung kennt: Nach unten.
Nach der Bundestagswahl habe ich gehadert – mit der politischen Situation, mit unserer Partei und mit meinem eigenen Engagement. Wieviel Sinn ergibt der eigene Einsatz noch, wenn die Talfahrt unaufhaltsam scheint? Was für einen Unterschied mache ich als einzelne Person schon aus? Fragen, die ich mir und auch viele von euch sich gestellt haben.
Aber in Gesprächen mit euch ist mir eins klar geworden: Jedes Engagement und jedes Werben für eine solidarische, für eine demokratische Gesellschaft zählt – vielleicht jetzt noch mehr als zuvor. Wenn wir nicht aktiv werden, übernehmen diejenigen, die nur sich selbst und ihre eigenen Interessen im Blick haben. Diejenigen, die sich nicht um ihre Mitmenschen, sondern nur um ihren eigenen Einfluss und Profit scheren. Wenn wir nicht kämpfen, wird unsere Gesellschaft gespalten, werden autoritäre Kräfte weiter an Auftrieb gewinnen.
So schmerzlich es sich deswegen auch anfühlt: Lasst uns die neue Realität als Auftrag begreifen! Lasst uns für unsere Demokratie und ein soziales Miteinander kämpfen. Denn auch wenn wir noch nicht alle Antworten haben: Wenn wir unsere sozialdemokratischen Werte mutig vertreten, können wir dafür sorgen, dass es besser wird. Deshalb habe ich entschlossen, erneut als stellvertretender Kreisvorsitzender anzutreten – ich lade euch ein, diesen Weg mit mir zu gehen und bitte dafür um euer Vertrauen.
Eine starke Sozialdemokratie für alle Kieler*innen
Kiel muss eine Stadt für alle sein – und zwar wirklich für alle. Doch die Realität sieht anders aus: Die ungerechte Verteilung von Wohlstand und Chancen ist eine Wirklichkeit, der wir uns stellen müssen. Während einige steigende Preise nicht einmal merken, kämpfen andere mit jedem Cent. Jede Mieterhöhung, jede Gebührenerhöhung in der Kita oder beim Schwimmbad, jeder Preisanstieg bei Strom, Wärme oder dem Schulessen trifft sie mit voller Wucht.
Ihre Sorgen sind real.
Unsere Antworten müssen spürbar sein.
Was können wir also tun? Die notwendigen großen Fragen der Umverteilung werden wir nicht allein in Kiel lösen. Dazu braucht es den Einsatz auf Bundesebene. Aber wir haben kommunale Hebel, die dazu beitragen können, die Situation für die Menschen spürbar zu verbessern.
Nutzen wir sie.
Denn die Zeiten sind hart. Der kommunale Haushalt ist mehr als ausgereizt und die finanziellen Mittel hart umkämpft. Umso wichtiger ist es, dass wir klare Prioritäten setzen: soziale Politik – ohne Wenn und Aber. Unser größter Fokus muss auf der Sicherung und dem Ausbau sozialer Infrastruktur und nicht auf Prestigeprojekten liegen. Tourismus ist wichtig. Aber wichtiger ist es, dass Kinder in gut ausgestatteten Schulen lernen, das Essen bezahlbar bleibt und sich alle einen Platz in der Kita inkl. ausreichend Erzieher*innen leisten können. Auf die schwarz-grüne Landesregierung können sich die Kieler*innen dabei nicht verlassen. Helfen wir also dort, wo wir können.
Halten wir unsere Stadt und ihre Bewohner*innen zusammen – Wir brauchen vielfältige Viertel, nicht Stadtteile für Reiche hier und einkommensschwache Quartiere dort. Das bedeutet konkret: Stadtteile brauchen Quoten für sozialen Wohnraum, um eine Durchmischung überhaupt zu ermöglichen. Quoten für sozialen Wohnraum bei Bauprojekten sind gut, aber kann auch zu einer Verhärtung bestehender Strukturen beitragen. Die Lebensqualität, die das Konzept der 15-Minuten-Stadt mit sich bringt, muss überall in Kiel spürbar sein. Kein Stadtteil darf abgehängt, sondern muss sauber und lebenswert sein. Stadtteilzentren müssen errichtet und langfristig finanziert werden, damit sie als soziale Treffpunkte wirken, die Verbundenheit fürs Viertel stärken und Kulturangebote ermöglichen, die nicht vom Geldbeutel abhängen. Und es muss egal sein, ob man in den Rändern oder im Stadtkern wohnt: Unser Nahverkehr muss für alle funktionieren.
Wir kämpfen für eine soziale Wohnungspolitik – auch jetzt, auch mit geringer werdenden Mitteln. Wir brauchen mehr sozialem Wohnungsbau, mehr genossenschaftliches Wohnen und mehr Wohnungen bei der KiWoG. Denn steigende Mieten und Verdrängung zeigen: Wir haben noch nicht genug erreicht. Wir müssen weiter investieren und die Rekommunalisierung vorantreiben und Bauvorschriften so gestalten, dass Wohnraum schneller geschaffen wird. Damit können wir den Mietpreis drücken und unsere Nachbar*innen vor explodierenden Kosten schützen.
Unsere sozialdemokratische Politik bedeutet, genau dort anzusetzen, wo wir den Alltag der Menschen real verbessern können. Gerade jetzt, wo die Haushaltslage extrem angespannt ist und die schwarz-grüne Landesregierung unsere Stadt finanziell weiter ausbluten lässt. Wir müssen mit einer entschlossenen Daseinsvorsorge gegenhalten. Verhindern wir, dass die Belastung der Menschen durch städtische Steuern & Gebühren noch erhöht wird. Sorgen wir dafür, dass Kiel zusammenrückt und eine Stadt ist, in der jede*r leben, wohnen und arbeiten kann. Geben wir den Kieler*innen gute Gründe, der SPD Kiel zu vertrauen.
Eine sozialdemokratische Dynamik entfachen
Ein Miteinander, in dem Menschen für sich sorgen, kommt nicht von allein. Es muss jemand dafür sorgen. Und das können wir sein.
Wenn wir Kiel verändern wollen, müsse wir bei uns anfangen. Wir müssen eine Partei sein, von der Menschen überzeugt sind. Die Zeiten, in denen die Wahl der SPD als sichere Bank galt, sind endgültig vorbei.
Seit der letzten Kreisvorstandswahl arbeite ich deshalb daran, die Art und Weise zu verändern, wie wir Politik machen. Klassische durchchoreografierte Parteiveranstaltungen erreichen immer weniger Menschen.Es ist der Austausch, der die Menschen zusammenbringt. Deshalb habe ich mich auf neue Formate fokussiert. Sie sollen eine einfache Beteiligung möglich und Lust auf Mitgestaltung machen. Nicht nur, aber gerade auch für junge Menschen können wir dadurch ein Ort sein, bei dem ihre Ideen eine politische Heimat finden. Wir müssen eine Partei sein, die zum Mitmachen einlädt. Bei der Menschen einen Ort erleben, an denen ihnen zugehört und ihren Gedanken Raum gegeben wird. Kein Ort, der sich mit der eigenen Verwaltung beschäftigt. Deswegen habe ich das erste Barcamp der Kieler SPD organisiert. Mitglieder und interessierte Kieler*innen konnten offen über politische Ideen diskutieren, statt in starren Tagesordnungen oder den Konflikten über Protokolle gefangen zu sein.
Warum ist so etwas wichtig? Unsere Gesellschaft lebt von der Vernetzung von Menschen. Sie schenken denjenigen ihre Stimmen, die sie kennen und vertrauen. Ich will, dass wir als Kieler SPD ein Community Hub für die Stadtgesellschaft werden. Wir sollen der lebendige Raum werden, der Austausch und Vernetzung bietet – für soziale Initiativen, lokale Kulturprojekte, Kieler Wirtschaftsakteure und alle, die wollen.
Dafür müssen wir sichtbar sein. Alles Genannte bleibt nur eine nette Absicht, wenn es keiner mitbekommt. In unserer Partei hinein, konnten wir die Kommunikation ausbauen. Jetzt braucht es eine moderne Kommunikation nach außen, die informiert, die zum Mitmachen inspiriert, die Vertrauen erweckt – online und offline – mit Print, Videos und echte Menschen.
einen sozialdemokratischer Frühling feiern
Lassen wir uns nicht von Resignation lähmen, sondern entfachen wir neue Begeisterung für unsere Ideen. Dafür müssen wir mutig, nahbar und entschlossen sein. Unsere Politik muss spürbar im Alltag der Menschen ankommen – durch konkrete Verbesserungen, durch klare soziale Kante und durch eine Partei, die zuhört, einlädt und zum Mitmachen bewegt.
Wenn wir es schaffen, neue Dynamik in unsere Arbeit und in unsere Stadt zu bringen, Vertrauen zurückzugewinnen und solidarisch voranzugehen, dann können wir einen sozialdemokratischen Frühling gemeinsam Wirklichkeit werden lassen.
Ich freue mich, mit euch diese Herausforderung anzugehen.

Auch wenn es nicht bei der Kommunalwahl nicht zum Sieg gereicht hat: Im Wahlkampf ist mir erneut bewusst geworden, was es ausmacht, Menschen ein offenes Ohr zu schenken, ihre Anliegen ernst zu nehmen und ihnen Zuversicht in die Zukunft zu geben. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, dass wir eine starke Sozialdemokratie haben, die Politik für alle Menschen gestaltet und mit ihnen zusammen unsere Stadt zu einem gerechteren Ort macht. Es hat mir gezeigt, dass es nicht egal ist, wer mitmacht, sondern auf jede*n einzelne*n von uns ankommt. Deswegen will ich mich mit euch auf diesen Weg begeben, die Kieler Sozialdemokratie wieder sturmfest machen und freue mich, wenn ihr mich dabei begleitet.
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